Hamburg bleibt eines der beliebtesten Städtereiseziele Deutschlands. Die Hansestadt konnte 2025 erneut hohe Übernachtungszahlen verbuchen und startet mit einer positiven Ausgangslage in das Tourismusjahr 2026. Gleichzeitig verändert sich die Zusammensetzung der Gäste: Neben dem starken deutschen Binnenmarkt spielen internationale Besucher eine immer größere Rolle.
Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, wie groß der Hamburger Tourismus inzwischen ist, aus welchen Ländern die Gäste kommen und welche Entwicklungen 2026 besonders interessant werden.
16,5 Millionen Übernachtungen im Jahr 2025
2025 verzeichnete Hamburg insgesamt rund 16,5 Millionen Übernachtungen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 2,1 Prozent beziehungsweise rund 335.690 Übernachtungen. Damit setzte sich die positive Entwicklung des Hamburger Städtetourismus fort.
Noch deutlicher wird die Bedeutung des Tourismus bei den Gästeankünften: Insgesamt wurden 2025 rund 7,96 Millionen Gäste in Hamburg registriert. Etwa 20 Prozent davon kamen aus dem Ausland. Bei den Übernachtungen lag der Auslandsanteil sogar bei 21,9 Prozent.
Hamburg-Tourismus 2025 auf einen Blick
| Kennzahl | Wert 2025 |
|---|---|
| Gästeankünfte | ca. 7,96 Mio. |
| Übernachtungen | ca. 16,46 Mio. |
| Ausländische Gäste | ca. 20,0 % |
| Übernachtungen aus dem Ausland | ca. 21,9 % |
| Veränderung Übernachtungen | +2,1 % |
| Durchschnittliche Aufenthaltsdauer | rund 2 Tage |
Die Zahlen beziehen sich auf die statistisch erfassten Beherbergungsbetriebe und zeigen, dass Hamburg längst nicht mehr ausschließlich vom klassischen Wochenendtourismus lebt.
Hamburg nähert sich erneut der 16,5-Millionen-Marke
Mit 16,46 Millionen Übernachtungen lag Hamburg 2025 praktisch bei der Marke von 16,5 Millionen. Die Entwicklung ist besonders bemerkenswert, weil das Niveau bereits in den Jahren zuvor sehr hoch war.
Die monatlichen Daten zeigen eine ausgeprägte Saisonalität. Besonders stark waren die Sommermonate: Im Juli wurden beispielsweise rund 1,63 Millionen Übernachtungen registriert, im August rund 1,60 Millionen. Auch Oktober und September lagen mit rund 1,51 beziehungsweise 1,43 Millionen Übernachtungen auf hohem Niveau.
Damit konzentriert sich ein erheblicher Teil des Hamburger Tourismus auf die wärmere Jahreszeit. Veranstaltungen, Kreuzfahrten, Hafenbesuche, Musicals und Städtereisen sorgen gleichzeitig dafür, dass Hamburg auch außerhalb der klassischen Ferienzeiten stark frequentiert wird.
2026 beginnt mit weiter hoher Nachfrage
Auch die bisher veröffentlichten Zahlen für 2026 zeigen keinen Einbruch. Für Januar wurden rund 981.000 Übernachtungen, für Februar rund 1,05 Millionen, für März etwa 1,30 Millionen und für April rund 1,45 Millionen gemeldet.
Damit wurden allein in den ersten vier Monaten 2026 knapp 4,78 Millionen Übernachtungen gezählt.
Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum 2025 waren es rund 4,77 Millionen. Der Jahresauftakt bewegt sich damit auf einem ähnlich hohen Niveau.
Für eine endgültige Jahresbilanz ist es allerdings noch zu früh. Die derzeit verfügbaren 2026er Daten sind noch nicht vollständig und insbesondere die Sommermonate können das Jahresergebnis erheblich beeinflussen.
Internationale Gäste: Jeder fünfte Besucher kommt aus dem Ausland
Hamburg ist zunehmend international ausgerichtet. 2025 kamen rund 20 Prozent der Gästeankünfte aus dem Ausland. Bei den Übernachtungen lag der internationale Anteil sogar bei knapp 22 Prozent.
Das bedeutet rechnerisch: Mehr als 3,6 Millionen Übernachtungen entfielen 2025 auf ausländische Gäste.
Für die Tourismuswirtschaft sind internationale Besucher besonders interessant, weil sie häufig länger bleiben und zusätzliche Ausgaben für Gastronomie, Kultur, Shopping und Freizeit generieren.
Die wichtigsten Auslandsmärkte
Ein Blick auf die Herkunft der Gäste zeigt eine klare Konzentration auf Europa. Besonders wichtig sind die unmittelbaren Nachbarländer und weitere westeuropäische Märkte.
Dänemark auf Platz eins der Auslandsmärkte
Dänemark war 2025 einer der wichtigsten internationalen Quellmärkte für Hamburg. Insgesamt wurden 381.430 Übernachtungen von Gästen mit Wohnsitz in Dänemark registriert. Das entsprach einem Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die geografische Nähe spielt dabei eine wichtige Rolle. Hamburg ist von vielen dänischen Städten vergleichsweise einfach mit Bahn, Auto oder Fernbus erreichbar.
Auch die kulturelle Nähe und die starke touristische Position Hamburgs als Hafen- und Kulturstadt begünstigen die Nachfrage.
Schweiz und Österreich ebenfalls stark
Auf den weiteren vorderen Plätzen folgen die Schweiz und Österreich.
Gäste aus der Schweiz kamen 2025 auf rund 313.545 Übernachtungen, ein Plus von 2,5 Prozent.
Aus Österreich wurden rund 311.208 Übernachtungen registriert. Hier lag das Wachstum mit 5,5 Prozent sogar deutlich höher.
Damit gehören deutschsprachige beziehungsweise geografisch nahe europäische Märkte weiterhin zu den wichtigsten Säulen des internationalen Hamburg-Tourismus.
USA verlieren 2025 deutlich
Nicht alle internationalen Märkte entwickelten sich positiv.
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Gästen aus den USA. 2025 wurden rund 246.378 Übernachtungen registriert. Das waren 7,3 Prozent weniger als im Vorjahr.
Auch Großbritannien entwickelte sich schwächer. Die Zahl der Übernachtungen britischer Gäste lag bei rund 248.424, was einem Rückgang von 5,5 Prozent entspricht.
Damit liegen Großbritannien und die USA zwar weiterhin unter den bedeutenden internationalen Märkten, verloren aber 2025 an Dynamik.
Herkunft der Gäste: Die wichtigsten internationalen Märkte
| Herkunftsland | Übernachtungen 2025 | Veränderung |
|---|---|---|
| Dänemark | 381.430 | +2,8 % |
| Schweiz | 313.545 | +2,5 % |
| Österreich | 311.208 | +5,5 % |
| Großbritannien | 248.424 | -5,5 % |
| USA | 246.378 | -7,3 % |
Die Zahlen machen eine Besonderheit des Hamburger Tourismus deutlich: Die wichtigsten internationalen Quellmärkte liegen überwiegend in Europa.
Gleichzeitig bleibt die internationale Fernnachfrage relevant. Gäste aus Nordamerika, Asien und anderen Regionen sorgen für eine breitere internationale Ausrichtung des Hamburger Tourismus.
Warum Hamburg für Städtereisende so attraktiv ist
Hamburg besitzt eine ungewöhnlich breite touristische Mischung. Der Hafen und die Elbe bilden den geografischen Kern, hinzu kommen Speicherstadt und Kontorhausviertel, Reeperbahn, Musicals, Elbphilharmonie, Museen, Gastronomie und Shopping.
Diese Vielfalt ermöglicht unterschiedliche Reiseanlässe.
Für internationale Gäste ist Hamburg außerdem vergleichsweise leicht erreichbar. Der Flughafen Hamburg verbindet die Stadt mit zahlreichen europäischen Metropolen. Gleichzeitig sorgen Bahnverbindungen und das Autobahnnetz für eine gute Anbindung an den deutschen und europäischen Markt.
Geschäftsreisen bleiben ein wichtiger Faktor
Hamburg ist nicht ausschließlich Freizeitziel. Die Stadt ist gleichzeitig ein bedeutender Wirtschaftsstandort mit Hafenwirtschaft, Luftfahrt, Medien, Logistik, Industrie und Dienstleistungen.
Geschäftsreisen tragen deshalb erheblich zur Hotelauslastung bei.
Das ist auch einer der Gründe, weshalb Hamburg touristisch weniger abhängig von klassischen Ferienzeiten ist als viele reine Urlaubsregionen.
Die Hamburger Wirtschafts- und Tourismuspolitik verweist zudem darauf, dass die Hansestadt im Vergleich großer deutscher Städte eine besonders hohe Hotelauslastung erreicht. Auch im europäischen Metropolenvergleich wird Hamburg in diesem Bereich der Spitzengruppe zugerechnet.
Welche Rolle spielen Events und Großveranstaltungen?
Großveranstaltungen können für Hamburg erhebliche zusätzliche Nachfrage erzeugen. Konzerte, Musicals, Sportveranstaltungen, Kongresse und Festivals sorgen dafür, dass Hotels auch außerhalb der klassischen Ferienzeiten gut ausgelastet werden.
Gerade die Kombination aus Geschäfts- und Freizeittourismus ist ein Vorteil Hamburgs.
2026 kommen weitere Reiseanlässe hinzu. Die Hamburger Tourismuswirtschaft erwartet unter anderem Impulse durch Jubiläen, Kulturveranstaltungen und neue touristische Angebote.
Hamburg-Tourismus im Vergleich zur Metropolregion
Der Tourismusboom beschränkt sich nicht auf die Hansestadt selbst. Auch das Umland profitiert vom internationalen Bekanntheitsgrad Hamburgs.
Die gesamte Metropolregion Hamburg kam 2025 auf rund 17,58 Millionen Gäste und 49,75 Millionen Übernachtungen. Hamburg selbst machte davon etwa 16,46 Millionen Übernachtungen aus.
Das zeigt die enorme touristische Bedeutung der gesamten Region.
Neben Hamburg spielen beispielsweise Lübeck, Ostholstein und weitere Landkreise eine wichtige Rolle. Der Städtetourismus in Hamburg und der Urlaub an der Ostseeküste ergänzen sich dabei teilweise.
Wie lange bleiben Hamburg-Gäste?
Hamburg ist weiterhin stark vom Kurzurlaub geprägt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei ungefähr zwei Tagen.
Das passt zum typischen Städtereisemuster: Freitag anreisen, Hamburg am Wochenende erleben und Sonntag oder Montag wieder abreisen.
Für die Tourismusbranche bedeutet das eine hohe Umschlaggeschwindigkeit bei den Gästen. Gleichzeitig bietet eine Verlängerung der Aufenthaltsdauer großes wirtschaftliches Potenzial.
Wenn aus einem zweitägigen Wochenendtrip beispielsweise ein drei- oder viertägiger Aufenthalt wird, steigen automatisch die Ausgaben für Übernachtungen, Gastronomie, Kultur, Mobilität und Freizeit.
Rekordniveau trotz internationaler Unsicherheiten
Die Hamburger Zahlen sind auch vor dem Hintergrund der internationalen Rahmenbedingungen bemerkenswert.
Während sich einzelne Auslandsmärkte 2025 schwächer entwickelten, konnten andere Märkte zulegen. Besonders Österreich, Dänemark und die Schweiz entwickelten sich positiv.
Das macht Hamburg weniger abhängig von einem einzelnen Herkunftsmarkt.
Die breite Mischung aus deutschen Gästen, europäischen Nachbarländern und Fernmärkten sorgt für eine relativ stabile Nachfrage.
Was bringt 2026?
Für 2026 stehen die Zeichen grundsätzlich auf Stabilität.
Der Jahresstart bewegt sich bei den Übernachtungen etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Gleichzeitig setzt Hamburg auf neue kulturelle und touristische Anlässe, um die Nachfrage weiter anzukurbeln.
Entscheidend wird sein, ob die Stadt im weiteren Jahresverlauf die hohe Nachfrage aus dem Inland halten und gleichzeitig internationale Märkte wieder stärker aktivieren kann.
Besonders interessant dürfte die Entwicklung der US-Nachfrage werden. Nach dem Rückgang 2025 könnte sich zeigen, ob sich der nordamerikanische Markt wieder stabilisiert.
Fazit: Hamburg bleibt ein Tourismus-Schwergewicht
Die Statistik zeigt deutlich, welche Bedeutung der Tourismus inzwischen für Hamburg besitzt.
16,46 Millionen Übernachtungen und knapp 8 Millionen Gästeankünfte im Jahr 2025 markieren ein außergewöhnlich hohes Niveau. Rund jede fünfte Ankunft und mehr als jede fünfte Übernachtung entfielen auf internationale Besucher.
Dänemark, Schweiz und Österreich gehören zu den wichtigsten Auslandsmärkten. Gleichzeitig mussten die USA und Großbritannien 2025 Rückgänge hinnehmen.
2026 startet Hamburg mit weiterhin hohen Übernachtungszahlen. Ob am Jahresende erneut die Marke von 16 Millionen Übernachtungen überschritten wird, hängt vor allem von der Entwicklung der Sommer- und Herbstmonate ab.
Fest steht jedoch schon jetzt: Hamburg gehört zu den erfolgreichsten deutschen Städtereisezielen und bleibt auch 2026 ein international gefragtes Tourismuszentrum.
