Ein Umzug bringt viele Aufgaben mit sich: Kartons packen, Nachsendeauftrag einrichten, Handwerker koordinieren. Beim Thema Strom denken viele erst nach dem Einzug nach, wenn überhaupt. Dabei lässt sich genau hier mit wenig Aufwand viel Geld sparen. Wer 2026 in eine neue Wohnung oder ein neues Haus zieht, sollte den Stromanbieter deshalb bewusst auswählen und nicht dem Zufall überlassen.
Was passiert, wenn Sie nichts tun?
Wer einzieht und Strom verbraucht, ohne einen Liefervertrag abzuschließen, landet automatisch in der sogenannten Grundversorgung. Das ist gesetzlich so vorgesehen, damit niemand ohne Strom dasteht. Der Grundversorger ist in jedem Netzgebiet der Anbieter mit den meisten Haushaltskunden, meist der lokale Stadtwerke- oder Regionalversorger.
Die Grundversorgung ist also eine Absicherung, aber selten die günstigste Lösung. Die Tarife liegen häufig über denen von Wettbewerbern, die um Neukunden werben. Wer ungewollt dort startet, zahlt womöglich monatelang mehr als nötig. Das lässt sich vermeiden, wenn man sich schon vor dem Einzug um einen passenden Tarif kümmert.
Der Vergleich vor dem Einzug lohnt sich
Der Strommarkt ist unübersichtlich. Hunderte Anbieter, unterschiedliche Tarifmodelle, Boni, Preisgarantien und Vertragslaufzeiten machen den direkten Vergleich schwer. Ein Vergleichsportal nimmt Ihnen diese Arbeit ab: Sie geben Ihre Postleitzahl und Ihren voraussichtlichen Jahresverbrauch ein und sehen die passenden Angebote sortiert nach Preis. Mit das Vergleichsportal Stromvergleich.net können Sie diesen Schritt bequem erledigen, noch bevor der Umzugswagen vor der Tür steht.
Der Zeitpunkt vor dem Einzug hat dabei einen praktischen Vorteil: Sie sind nicht an einen bestehenden Vertrag gebunden und müssen keine Kündigungsfristen beachten. Sie können den Tarif frei wählen und den Lieferbeginn direkt auf Ihr Einzugsdatum legen. So gibt es keine Lücke in der Versorgung, und Sie vermeiden den teureren Einstieg über die Grundversorgung.
Worauf Sie beim Vergleich achten sollten
Der niedrigste Preis im ersten Jahr ist nicht automatisch das beste Angebot. Diese Punkte sollten Sie prüfen:
Arbeitspreis und Grundpreis. Der Arbeitspreis wird pro Kilowattstunde berechnet, der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an. Beide zusammen ergeben die tatsächlichen Kosten. Bei kleinen Haushalten fällt der Grundpreis stärker ins Gewicht, bei hohem Verbrauch der Arbeitspreis.
Boni. Neukundenboni und Sofortboni senken den Preis im ersten Jahr, wirken aber nur dann, wenn die Bedingungen erfüllt werden. Prüfen Sie, wie sich der Preis im zweiten Jahr entwickelt.
Preisgarantie. Eine Preisgarantie schützt für einen festgelegten Zeitraum vor Preiserhöhungen. Achten Sie darauf, ob sie alle Preisbestandteile umfasst oder nur einen Teil, etwa den reinen Energiepreis.
Laufzeit und Kündigungsfrist. Für Verbraucher gelten gesetzliche Grenzen bei Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf die Details, damit Sie flexibel bleiben, falls sich Ihre Lebenssituation ändert.
Zahlungsweise. Tarife mit Vorkasse oder hohen Kautionen bergen ein Risiko, falls der Anbieter in Schwierigkeiten gerät. Monatliche Abschlagszahlungen sind für die meisten Haushalte die sicherere Wahl.
Ökostrom. Wenn Ihnen Nachhaltigkeit wichtig ist, sollten Sie auf anerkannte Gütesiegel achten und prüfen, ob der Anbieter echten Mehrwert für den Ausbau erneuerbarer Energien schafft.
Den Verbrauch realistisch einschätzen
Für einen sinnvollen Vergleich brauchen Sie eine Schätzung Ihres Jahresverbrauchs. Orientieren Sie sich an der Haushaltsgröße und an Ihren Geräten. Ein Single-Haushalt verbraucht deutlich weniger als eine Familie, und Geräte wie Wäschetrockner, Elektroheizung oder ein Elektroauto treiben den Verbrauch nach oben. Wenn Sie die Verbrauchswerte aus Ihrer bisherigen Wohnung kennen, sind diese ein guter Ausgangspunkt. Eine zu niedrige Schätzung führt später zu Nachzahlungen, eine zu hohe zu unnötig hohen Abschlägen.
Praktische Schritte rund um den Einzug
Neben dem Tarifvergleich gibt es ein paar organisatorische Punkte, die Sie nicht vergessen sollten:
- Tarif vergleichen und Vertrag mit Lieferbeginn zum Einzugstag abschließen.
- Beim Einzug den Zählerstand ablesen und mit Datum und Foto dokumentieren.
- Zählernummer und Zählerstand an den neuen Anbieter melden.
- Beim Auszug aus der alten Wohnung den bisherigen Vertrag kündigen oder den Umzug melden und den Schlusszählerstand weitergeben.
Mit einem Foto des Zählers bei Ein- und Auszug sind Sie bei späteren Rückfragen oder Abrechnungsdifferenzen auf der sicheren Seite.
Warum gerade 2026?
Die Preise am Energiemarkt und die staatlichen Abgaben und Umlagen können sich von Jahr zu Jahr verändern. Auch die Anbieter passen ihre Tarife regelmäßig an. Ein Vergleich liefert deshalb immer nur eine Momentaufnahme, und genau darum lohnt er sich zum Zeitpunkt des Einzugs: Sie sehen die aktuellen Konditionen und können sich ein günstiges Angebot sichern, bevor Sie überhaupt in die Grundversorgung rutschen. Auch danach bleibt es sinnvoll, den Tarif alle ein bis zwei Jahre zu überprüfen, besonders wenn ein Bonus ausläuft.
Wer sich zusätzlich unabhängig informieren möchte, findet auf den Seiten der Bundesnetzagentur Hintergründe zu Verbraucherrechten und zum Energiemarkt, und die Verbraucherzentrale bietet neutrale Beratung und Informationen rund um Strom- und Energieverträge.
Fazit
Ein Stromvergleich vor dem Einzug kostet nur wenige Minuten und kann Ihnen über das Jahr hinweg spürbar Geld sparen. Sie vermeiden die oft teurere Grundversorgung, wählen einen Tarif, der zu Ihrem Verbrauch passt, und starten ohne Versorgungslücke in Ihr neues Zuhause. Erledigen Sie diesen Punkt am besten gleich, sobald Ihr Einzugstermin feststeht.
