Hamburger Hafen in Zahlen Containerumschlag, Handelspartner & Ranking 2026

Hamburger Hafen in Zahlen: Containerumschlag, Handelspartner & Ranking 2026

Der Hamburger Hafen ist Deutschlands größter Seehafen und zählt zu den bedeutendsten Logistikstandorten Europas. 2025 konnte Hamburg beim Containerumschlag deutlich zulegen: Insgesamt wurden 8,3 Millionen TEU bewegt – 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit hat sich der Hafen im europäischen Wettbewerb weiter stabilisiert.

Welche Gütermengen werden in Hamburg umgeschlagen? Welche Länder sind die wichtigsten Handelspartner? Und welchen Rang nimmt der Hamburger Hafen 2026 im europäischen und weltweiten Vergleich ein?

8,3 Millionen TEU: Containerumschlag legt deutlich zu

Das wichtigste Ergebnis der Hamburger Hafenstatistik 2025 ist der kräftige Anstieg beim Containerumschlag. Insgesamt gingen 8,3 Millionen TEU über die Kaikanten. TEU steht für „Twenty-foot Equivalent Unit“ und entspricht einem Standardcontainer mit einer Länge von 20 Fuß.

Gegenüber 2024 bedeutet das ein Plus von 7,3 Prozent. Damals waren es rund 7,8 Millionen TEU.

Auch beim Gesamtumschlag entwickelte sich der Hafen positiv. 2025 wurden insgesamt 114,6 Millionen Tonnen Seegüter umgeschlagen – 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Containerbereich hatte daran einen besonders großen Anteil. Mit rund 81 Millionen Tonnen entfielen fast 71 Prozent des Gesamtumschlags auf Container.

Bemerkenswert ist außerdem der hohe Anteil beladener Container: 2025 wurden rund 7,0 Millionen TEU beladene Container umgeschlagen. Das entspricht mehr als 84 Prozent des gesamten Containerumschlags.

Hamburger Hafen 2026: Die wichtigsten Kennzahlen

Kennzahl Wert 2025 Veränderung
Gesamtumschlag 114,6 Mio. Tonnen +2,6 %
Containerumschlag 8,3 Mio. TEU +7,3 %
Containerumschlag in Tonnen ca. 81 Mio. Tonnen +4,6 %
Beladene Container 7,0 Mio. TEU mehr als 84 %
Containerisierungsgrad beim Stückgut 98,6 %

Die Zahlen zeigen: Der Hamburger Hafen ist vor allem ein Containerhafen. Containerisierte Ladung dominiert den Stückgutbereich und ist für die internationale Lieferkette des Standorts von zentraler Bedeutung.

China bleibt mit Abstand wichtigster Handelspartner

Der mit Abstand wichtigste Partner im seeseitigen Containerverkehr Hamburgs ist weiterhin China.

2025 wurden im Containerverkehr mit China rund 2,3 Millionen TEU bewegt. Gegenüber dem Vorjahr entsprach dies einem Wachstum von rund 6,2 Prozent beziehungsweise 6,5 Prozent je nach statistischer Abgrenzung. China bleibt damit deutlich vor den USA auf Platz eins.

Die Bedeutung Chinas für Hamburg ist enorm: Auf China entfällt damit grob mehr als ein Viertel des gesamten Hamburger Containerumschlags.

Auf Platz zwei folgen die USA mit rund 510.000 TEU. Allerdings entwickelte sich dieser Handelsstrom 2025 deutlich schwächer. Der Containerumschlag mit den USA ging um 25,6 Prozent zurück. Als ein wesentlicher Faktor werden die Veränderungen in der US-Zoll- und Handelspolitik genannt.

Top-Handelspartner des Hamburger Hafens

Zu den wichtigsten Handelspartnern im Containerverkehr gehören neben China und den USA unter anderem Singapur, Polen, Schweden, Malaysia, Indien, Finnland, das Vereinigte Königreich und Kanada.

Besonders dynamisch entwickelten sich einige asiatische Märkte:

  • China: rund 2,3 Mio. TEU, etwa +6,2 Prozent
  • USA: rund 510.000 TEU, -25,6 Prozent
  • Indien: rund 290.000 TEU, +49,2 Prozent
  • Malaysia: +84,3 Prozent
  • Finnland: +28,0 Prozent
  • Polen: +17,8 Prozent
  • Schweden: +5,5 Prozent
  • Singapur: +2,9 Prozent

Die prozentual stärksten Zuwächse kamen damit nicht aus den klassischen großen Handelsmärkten, sondern insbesondere aus Malaysia und Indien.

Indien wird für Hamburg wichtiger

Besonders interessant ist die Entwicklung des Handels mit Indien. Der Hamburger Containerumschlag mit Indien stieg 2025 um 49,2 Prozent auf 290.000 TEU. Damit wurde ein neuer Mengenrekord erreicht.

Als Grund nennt der Hamburger Hafen unter anderem die stärkere direkte Anbindung durch neue Liniendienste. Auch der Umschlag mit Sri Lanka, einem wichtigen Transshipment-Hub für den indischen Subkontinent, nahm zu und erreichte 172.000 TEU.

Hamburg profitiert damit von der zunehmenden Bedeutung der Handelsbeziehungen zwischen Europa und dem indischen Subkontinent.

Warum Hamburg für Osteuropa besonders wichtig ist

Eine Besonderheit des Hamburger Hafens ist seine geografische Lage. Hamburg liegt am westlichen Rand des deutschen und europäischen Binnenmarktes, ist aber gleichzeitig über Schiene, Straße und Binnenschiff eng mit Mittel- und Osteuropa verbunden.

Als östlichster großer Nordseehafen besitzt Hamburg daher eine wichtige Funktion für die Versorgung des Ostseeraums sowie für Hinterlandverkehre in Richtung Polen, Tschechien, Österreich und weitere mittel- und osteuropäische Märkte.

Gerade diese Hinterlandfunktion unterscheidet Hamburg von vielen anderen europäischen Häfen. Der Hafen ist nicht nur Umschlagplatz für den deutschen Markt, sondern eine wichtige Schnittstelle zwischen globalen Seewegen und dem europäischen Binnenland.

Ranking 2026: Hamburg ist Europas Nummer drei

Im europäischen Containerhafen-Ranking belegt Hamburg weiterhin einen Spitzenplatz.

Nach den für 2025 veröffentlichten Zahlen liegt der Hamburger Hafen mit 8,3 Millionen TEU auf Platz drei in Europa. Nur Rotterdam und Antwerpen-Brügge schlagen mehr Container um.

Die führenden europäischen Containerhäfen

Rang Europa Hafen Containerumschlag 2025
1 Rotterdam 14,2 Mio. TEU
2 Antwerpen-Brügge 13,6 Mio. TEU
3 Hamburg 8,3 Mio. TEU

Rotterdam erreichte 2025 rund 14,2 Millionen TEU, Antwerpen-Brügge rund 13,6 Millionen TEU. Hamburg folgt mit 8,3 Millionen TEU.

Hamburg liegt damit beim Containerumschlag zwar deutlich hinter den beiden führenden Nordrange-Häfen, konnte 2025 aber mit 7,3 Prozent Wachstum wesentlich schneller zulegen als Rotterdam mit 3,1 Prozent. Antwerpen-Brügge verzeichnete lediglich ein Plus von 0,7 Prozent.

Weltrangliste: Hamburg auf Platz 24

Auch im weltweiten Vergleich gehört Hamburg zur Spitzengruppe. Nach Angaben aus dem Geschäftsbericht der Hamburger Hafen und Logistik AG wird Hamburg für 2025 voraussichtlich auf Rang 24 der weltweit größten Containerhäfen eingeordnet.

Das zeigt die internationale Dimension des Standorts: Obwohl Hamburg im globalen Maßstab hinter den riesigen asiatischen Containerhäfen liegt, gehört der Hafen weiterhin zu den wichtigsten Containerdrehscheiben Europas.

Ein Blick auf die Konkurrenz in Deutschland

Hamburg ist nicht der einzige deutsche Hafen mit Containerambitionen. Auch die Bremer Häfen und Wilhelmshaven spielen eine Rolle im internationalen Containerverkehr.

Hamburg bleibt allerdings mit 8,3 Millionen TEU klar der wichtigste deutsche Containerhafen. Die Bremer Häfen kamen bis November 2025 auf rund 4,5 Millionen TEU. Der JadeWeserPort in Wilhelmshaven verzeichnete gleichzeitig besonders hohe Wachstumsraten, allerdings von einem deutlich niedrigeren Ausgangsniveau.

Damit bleibt Hamburg Deutschlands zentrale Drehscheibe für den Containerhandel.

HHLA bleibt wichtigster Containerumschlagbetreiber

Ein großer Teil des Hamburger Containerumschlags entfällt auf die Hamburger Hafen und Logistik AG, kurz HHLA.

Im Geschäftsjahr 2025 erreichte die HHLA an ihren Seehafenterminals einen Containerumschlag von rund 6,1 Millionen TEU. Das entsprach einem Marktanteil von etwa 72,9 Prozent am Hamburger Containerumschlag.

Die HHLA betreibt unter anderem die Containerterminals Altenwerder, Burchardkai und Tollerort. Daneben ist Eurogate mit seinem Containerterminal ein wichtiger weiterer Betreiber im Hamburger Hafen.

Wachstum trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Der Anstieg auf 8,3 Millionen TEU ist besonders interessant, weil die Rahmenbedingungen für den internationalen Seeverkehr 2025 keineswegs einfach waren.

Geopolitische Konflikte, veränderte Handelsströme, Unsicherheiten in der internationalen Handelspolitik und Veränderungen bei den weltweiten Schifffahrtsrouten beeinflussen die europäischen Häfen.

Hamburg konnte dennoch in allen vier Quartalen 2025 gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal wachsen:

    1. Quartal: +6,3 Prozent
    1. Quartal: +12,4 Prozent
    1. Quartal: +6,7 Prozent
    1. Quartal: +3,9 Prozent

Das Wachstum war damit nicht nur auf ein einzelnes Quartal beschränkt.

Was die Zahlen für Hamburg 2026 bedeuten

Die Statistik liefert mehrere Hinweise darauf, wohin sich der Hamburger Hafen entwickelt.

Erstens bleibt China der mit Abstand wichtigste Handelspartner. Zweitens gewinnen Indien und Südostasien an Bedeutung. Drittens zeigen die rückläufigen US-Verkehre, wie stark politische und wirtschaftliche Veränderungen internationale Warenströme beeinflussen können.

Gleichzeitig muss Hamburg seinen Abstand zu Rotterdam und Antwerpen-Brügge im Blick behalten. Mit 8,3 Millionen TEU liegt der Hamburger Hafen deutlich hinter den beiden führenden europäischen Standorten.

Das Wachstum von 7,3 Prozent im Jahr 2025 ist deshalb ein wichtiges Signal. Hamburg konnte seinen europäischen dritten Platz nicht nur halten, sondern seine Umschlagmenge deutlich steigern.

Fazit: Hamburg bleibt Deutschlands Tor zur Welt

Der Hamburger Hafen präsentiert sich 2026 mit einer positiven Containerbilanz. 8,3 Millionen TEU, 114,6 Millionen Tonnen Gesamtumschlag und ein Wachstum von 7,3 Prozent beim Containerumschlag markieren ein erfolgreiches Jahr 2025.

China bleibt mit rund 2,3 Millionen TEU der wichtigste Handelspartner. Gleichzeitig gewinnen Indien und Malaysia deutlich an Bedeutung. Der Containerverkehr mit den USA entwickelte sich dagegen stark rückläufig.

Im europäischen Ranking steht Hamburg weiterhin auf Platz drei hinter Rotterdam und Antwerpen-Brügge. Weltweit wird der Hafen für 2025 auf Rang 24 eingeordnet.

Für 2026 wird daher vor allem entscheidend sein, ob Hamburg sein Wachstum fortsetzen und gleichzeitig seine Position gegenüber den großen Konkurrenzhäfen in Rotterdam und Antwerpen-Brügge verteidigen kann. Die bisherigen Zahlen zeigen jedenfalls: Der Hamburger Hafen bleibt eine der wichtigsten Drehscheiben des europäischen Außenhandels.

Quellen und weiterführende Informationen